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Mein Jahresrückblick 2022: Life is a big wave!

Aktualisiert: 21. Dez. 2022

Ein Gedanke, der mir in den letzten Wochen und Monaten oft durch den Kopf gegangen ist: "Wann ist dieses blöde Jahr endlich vorbei." Gefühlt war es einfach sehr sehr anstrengend und ich habe mich selten so erschöpft gefühlt wie dieses Jahr. Aber mir war natürlich auch klar, dass nicht alles nur schlecht war, sondern es auch viele schöne Momente gab und ich wundervolle Menschen kennenlernen durfte.


Zu Beginn des Jahres während der Yogalehrerausbildung hat ein Gastdozent uns die Philosophie des Ayurveda erklärt - ganz wundervoll. Er hat u.a. erzählt, dass wir immer von Balance sprechen und dabei meistens von Geradlinigkeit ausgehen. Allerdings ist selbst unsere Herzlinie im EKG ein auf und ab - ein gerader Strich bedeutet Tod und nicht Balance. Und ich glaube, wir haben diese Linie alle vor Augen, aber ich habe sie vorher niemals so betrachtet. Das machte total Sinn. Da war mir noch nicht klar, dass ich dieses Auf und Ab - die Wellen des Lebens - auch wirklich deutlich spüren würde in diesem Jahr.


Es ist viel passiert in 2022 - wundervolle und großartige Momente, viele erste Male und auch unglaublich traurige und herausfordernde Monate waren das. Und am Ende des Jahres, Ende November, durfte ich Zeit in Gran Canaria verbringen, am Meer. Und auch das waren sehr lehrreiche Tage für mich. Am letzten Tag fiel mir vor unserer Haustür ein Satz auf, der auf ein Stück Mauer gesprüht war: Live is a big wave! Die ganzen Tage vorher hatte ich das nicht gesehen. Und da habe ich die Lebenslinie, die ich Anfang des Jahres für so sinnvoll erachtet hatte, auch wirklich gefühlt.


Ob 2022 nun wirklich so doof war, lest ihr hier.


Danke 2022!


Strand, Gran Canaria, Wellen beobachten
Am Strand auf Gran Canaria - Annehmen und Loslassen

 

Was ich mir für 2022 vorgenommen hatte und was daraus geworden ist

  • Holistic Health Club von und mit Dr. Alina Hübecker - Der HHC hat mich das ganze Jahr begleitet und es war eine gute Entscheidung daran teilzunehmen. Ich habe unheimlich viel gelernt, tolle Frauen kennengelernt und für mich noch mehr herausgefunden wohin ich meinen Fokus in Zukunft richten darf.

  • Auch Create 2022 von und mit Marlis Schorcht hat mich das ganze Jahr begleitet. Allerdings muss ich sagen, dass ich ab Mitte des Jahres nicht mehr so intensiv dabei war. Das Programm war/ ist wirklich großartig. Unheimlich viel Input und Support von Marlis. Aber mir hat schlichtweg einfach die Zeit gefehlt.

  • Februar/ März: Yoga Teacher Training mit Tina und Pascal von Pataya - Was für eine tolle Zeit. Hier gibt es einen extra Abschnitt für ;-).

  • Mai: Wanderurlaub auf Madeira mit meiner Freundin - auch dazu gibts einen extra Abschnitt. Wir konnten leider nicht in den Urlaub fliegen :-(.

  • Meine Beauftragungen als Projektleiterin sollten eigentlich Ende April enden, aber es kam dann doch anders und ich habe bis zum Ende diesen Jahres noch Beauftragungen bekommen und konnte meine Projekte noch abschließen.

  • Mein Papa ist 70 Jahre jung geworden im Januar. Und sein Wunsch war es, dass wir mit der ganzen Familie nach Tirol fahren. Es war eine wundervolle Woche mit vielen schönen Momenten, aber auch Herausforderungen für mich.

  • Urlaub mit meinem Mann: wir haben nach dem Familienurlaub noch eine Woche Urlaub zu dritt in Tirol an der Zugspitze gemacht. So eine tolle Gegend. Ich liebe die Natur dort.

  • Ich wollte gern noch Urlaub mit meiner Mama machen, aber das hat nicht geklappt. Dafür hat sie mich zu Hause besucht und wir hatten eine schöne Zeit zusammen.

  • Ich wollte mehr wandern und auch mal eine Mehrtagestour machen. Auch das habe ich nicht geschafft. Daher bleibt es auf der Liste für 2023.

  • Weniger konsumieren - ich wollte vor allem weniger Kleidung kaufen. Gut funktioniert hat, dass ich fast ausschließlich nachhaltige Kleidung gekauft habe, aber es war trotzdem fast so viel wie im letzten Jahr. Allerdings muss ich zu meiner Entschuldigung sagen, dass ich auch ein paar Kilo zugenommen habe und die meisten Hosen nicht mehr passten. Und ich kann ja schließlich nicht alles in Yogapants und Jogginghosen erledigen ;-).

  • Mehr quality time mit meinem Mann und meinen Liebsten - das hat auch in diesem Jahr nicht gut geklappt. Wir haben beide wieder sehr viel gearbeitet und die Prioritäten leider anders gesetzt. Neuer Versuch im nächsten Jahr.

  • Weniger Arbeiten - das ist ein schwieriges Thema für mich. In meinem Job als Projektleiterin habe ich definitiv wieder zu viel gearbeitet. Für mein Online/ Ayurveda Business habe ich zu wenig gemacht, weil mir dazu einfach die Energie gefehlt hat. Wobei ich das aber nicht so wirklich als Arbeit betrachtet habe, weil es mir echt Spaß macht. Das ist in meinem "Brotjob" nicht immer so. Daher ist da auch im neuen Jahr definitiv viel Verbesserungspotential vorhanden.

  • Mein Ayurveda Business voran bringen - wie oben schon geschrieben, hat mir die Energie gefehlt und ich habe die Prioritäten einfach anders gesetzt. Daher bin ich hier nicht so voran gekommen wie gedacht. Im neuen Jahr wird es hier aber auch Veränderung geben.

 

Mein Motto 2022: "Ich bin erfolgreich mit dem was mir Herzen liegt."


Ich muss gestehen, dass ich mein Motto nicht immer so präsent hatte dieses Jahr. Und als ich diesen Jahresrückblick gestartet habe vor ein paar Tage und es wieder gelesen habe, dachte ich: Naja, das war wohl nix mit dem Motto!


Als ich es letztes Jahr aufgeschrieben habe, hatte ich eher im Kopf, dass ich erfolgreich bin mit dem Ayurveda Business - mehr Reichweite, dass ich Coachings machen kann, Meditationen anleite, Yogakurse anbiete, Webinare halte und mehr Menschen für den Ayurveda begeistere. Und am Anfang des Jahres sah es auch ganz danach aus. Aber dann hat alles wieder nachgelassen, mein Fokus war zu sehr auf meinem Projektleiterinnen-Job und mir hat schlicht die Energie gefehlt noch mehr zu machen, weil auch die Ausbildungen im Holistic Health Club und für Create viel Zeit in Anspruch genommen haben. Und so ist das alles einfach vor sich "hingedümpelt". So hatte ich mir das nicht vorgestellt, aber ich kam auch nicht raus.


Aber durch alles was dieses Jahr so passiert ist, hat sich mein Fokus auch irgendwie verändert. Bei all den Themen, die ich dieses Jahr auflösen konnte, mit denen ich gerade lerne umzugehen oder die auch immer noch herausfordernd sind, hätte mein Motto lauten können: "Ich bin erfolgreich mit dem was mir AUF dem Herzen liegt." Und das war und ist eine ganze Menge und das durfte/ darf ich mir erst einmal selbst anschauen bevor ich mich den Themen widme, die mir am Herzen liegen!


War ich nun erfolgreich? Auf jeden Fall! Es war kein Erfolg, der nach außen gerichtet ist. Ich habe nicht viele Coachings gemacht, kaum Webinare gehalten etc. Aber ich war wirklich erfolgreich für mich selbst, weil ich angefangen habe in mir selbst wirklich aufzuräumen, Glaubenssätze zu entlarven, Muster zu ändern und mich auch mal meinen Schattenseite zu stellen. Und das wird auch weiterhin eine große Aufgabe sein, aber sie bringt mich immer näher zu dem was mir wirklich am Herzen liegt!


 

Das Jahr fing gut an...

Ich vor meinem Notebook mit Mikrophon zum Aufnehmen von Meditationen
Meditationen aufnehmen und schneiden - es lief gut zu Beginn des Jahres

So schön wie das Jahr 2021 zu Ende ging, so gut ging auch 2022 los.


Wir hatten einen schönen Silvesterabend mit Freunden und noch ein paar freie Tage bevor wir wieder anfingen zu arbeiten. Ich war auch total motiviert und inspiriert mein Ayurveda Online Business voranzubringen. Ich habe ein Jahresprogramm gestartet in dem ich Monatsplanungen für Social Media gemacht habe, habe viele Posts erstellt, viel gelernt darüber wie man das alles so macht... Marketing, Launches, Produkte kreieren etc. Dazu war ich noch im "Holistic Health Club", wo es auch wahnsinnig viel Input gab zu vielen spannenden Themen. Ich habe viel gelesen, gelernt, mich mit tollen Menschen ausgetauscht.


Auch die ersten Coachings konnte ich machen, kleine Webinare halten und es hat mir richtig Spaß gemacht. Ich fand es toll über den Ayurveda zu reden und andere Menschen zu begeistern. Ein richtig guter Start ins neue Jahr.


Ich habe mir auch mehr Zeit genommen in der Natur zu sein. War viel wandern, mit Jonesy unterwegs im Wald (was ich besser fand als er ;-)) und es tat mir richtig gut. Dazu hatte ich noch Zeit für Freunde und meine Familie...perfekt!


Aber wie das eben so ist, es läuft eben nicht immer alles nach Plan. Eigentlich sollten meine Projekte ja für mich auch im April enden. Dann hat sich doch noch eine Verlängerung ergeben und ich konnte nicht Nein sagen, weil mein Ehrgeiz, die Projekte auch zu Ende zu führen, einfach größer war. Und damit hatte ich dann ab April auch einfach wieder viel weniger Zeit und alles geriet ins Stocken.


Im Laufe des Jahres kamen dann noch einige Dinge hinzu, die dazu geführt haben, dass ich keinen Meter voran kam oder sagen wir so... anders voran kam als geplant.


 

Yoga Teacher Training - Ich werde Yogalehrerin


Ende Februar/ Anfang März 2022 ging es für mich in den Taunus - zur 200h Yogalehrerausbildung von und mit Pataya (Tina, Pascal und Bubu :-)). Ich habe mich schon Wochen vorher riesig darauf gefreut, aber ich hatte auch ganz schön Respekt (oder vielleicht auch Schiss ;-)), weil ich keine Ahnung hatte was mich erwarten würde und ich auch nicht gerade die Fitteste war/ bin.


Die Location war schon mal der Knaller, die Umgebung so schön und als ich die tollen Frauen endlich getroffen habe, war alle Aufregung weg. Mit einigen hatte ich das Meditation Teacher Training und auch andere Kurse bei Pataya schon gemeinsam gemacht und deswegen war es so toll, dass wir uns nun endlich mal so richtig persönlich kennenlernen konnten. Ich habe mich sofort wohlgefühlt.


Die ersten Tage vergingen wie im Flug. Wir haben so unfassbar viel gelernt von so vielen tollen Menschen, die Teil dieser Ausbildung waren. Und das Gefühl, dass ich das nicht schaffen könnte, war schnell völlig verflogen. Alles hat sich einfach gut angefühlt, vor allem weil wir das alles gemeinsam gemacht haben. Wir haben tagsüber gemeinsam geübt, abends gelernt, Asanabögen ausgefüllt, Anleitungen geschrieben... es hat einfach Spaß gemacht mit diesen wundervollen Frauen. Wir haben viel geteilt in dieser Zeit und ich habe mich sehr verbunden gefühlt. Tina, Pascal und Bubu haben einen wundervollen Raum für uns geschaffen, in dem jede Einzelne von uns sichtbar war. Und auch wenn es viel viel Input und Wissen war, war es irgendwie leicht. Ich hatte keine Angst vor der Prüfung. Es war eher ein gutes Gefühl von aufgeregt sein, aber ich war sicher, dass es gut wird, für uns alle. Und das war es natürlich auch am Ende der ersten Woche und der ersten 100 Stunden. Ich bin Yogalehrerin - unfassbar!

Und in dem Moment war mir auch klar, dass ich das nicht nur für mich mache, so wie ursprünglich geplant, sondern dass ich das gern weitergeben an andere Menschen, weil es sich einfach so toll anfühlt.




Und auch wenn es mit dem Schlafen nicht so richtig klappen wollte und ich wirklich wirklich müde war, ging es direkt weiter mit den zweiten 100 Stunden. Eine teilweise neue Gruppe, die nochmal eine ganz andere Energie mitbrachte, die im ersten Moment sehr herausfordernd für mich war. Das war das erste Mal, dass ich wirklich so einen Energie zwischen verschiedenen Gruppen wahrnehmen konnte. Eine sehr bereichernde Erfahrung aus dieser Zeit. Und auch diese Tage waren anstrengend und toll zugleich. Wieder wahnsinnig viel Wissen, tolle Gastdozenten, viel Zeit zum Üben und gemeinsam lernen. Und die Prüfung hat sich auch diesmal nicht angefühlt wie eine Prüfung sondern war einfach schön und hat so Spaß gemacht. Ich war selbst ganz begeistert wie viel Freude ich am Unterrichten hatte. Damit habe ich selbst nicht gerechnet.


18 Tage später und ich war Yogalehrerin! Einfach großartig und definitiv mit die besten und wertvollsten Tage in diesem Jahr für mich. Vor allem auch, weil ich so tolle Menschen kennenlernen durfte mit denen ich auch jetzt noch super gern Zeit verbringe und wir uns regelmäßig austauschen und supporten. Und dafür bin ich unfassbar dankbar!


 

Mein gebrochener Arm & kein Urlaub


Am 10. Mai wollte ich noch schnell zur Post ein Paket wegbringen und noch Kleinigkeiten einkaufen. Ich war ein bisschen in Eile und nahm das Rad. Allerdings ist die Straße dahin etwas eng und oft zugeparkt und hinter mir fuhr ziemlich dicht ein Auto. Ich wollte das nur schnell vorbeilassen und dann in Ruhe weiterfahren. Also hoch auf den Bordstein und dann sollte es wieder zurück auf die Straße gehen, aber der Bordstein war ein bisschen zu hoch bzw. hab ich ihn nicht richtig erwischt und zack, wars passiert und ich habe eine Rolle vorwärts vom Rad gemacht.


Im ersten Moment war ich froh, dass mein Kopf verschont geblieben ist und sonst konnte ich auch erstmal nichts Schlimmes feststellen. Meine Hose war ganz, an der Handfläche kleine Kratzer und das Rad sah auch ganz gut aus. Schien nochmal gut gegangen zu sein...puh. Eine nette Frau half mir mein Rad aufzuheben und ich entschied direkt wieder nach Hause zu gehen, weil mir meine Schulter etwas weh tat. Sonst ging's aber. Mein Mann kam direkt von der Arbeit und hat Kühlakkus geholt für den Arm. Ich konnte alles bewegen, nichts war dick... ich war zuversichtlich, dass es maximal eine Prellung war und meinem bevorstehendem Urlaub nichts im Weg stand. Allerdings lies das Adrenalin irgendwann nach und dann konnte ich den Schmerz im Arm schon spüren, aber eine Ibo und ein Glas Wein halfen über die Nacht (ja, das habe ich wirklich gemacht!)

Ich mit einem Gips
Gebrochenes Kahnbahn und Radiusköpfchenfraktur - damit hatte sich der Urlaub erledigt

Am nächsten Morgen ging nichts mehr. Mir tat alles weh und meinen Arm konnte ich nicht mehr bewegen. Trotz allem hoffte ich, dass es nur schlimm geprellt war. Aber wir fuhren vorsichtshalber zum Orthopäden, der gar nicht so zuversichtlich war wie ich. Die Röntgenbilder zeigten nicht viel, aber weil er ein ungutes Gefühl hatte, schickte er mich zum CT und dann wars klar - Kahnbein und Ellenbogen gebrochen. 6-8 Wochen Gips und definitiv kein Urlaub. Ich war völlig genervt! Was für ein beschissener Zeitpunkt. Aber es war ja nicht zu ändern.


Meine Freundin, die sich wie ich ich, sehr auf den Urlaub gefreut hatte, trug es mit Fassung. Wir konnten zum Glück die Flüge stornieren und den Hotelaufenthalt verschieben. Aber ich war schon echt traurig. Wir hatten uns schon lange darauf gefreut nach Madeira zu fliegen und wandern zu gehen. Aber das müssen wir wohl zu einem anderen Zeitpunkt machen.


Die ersten Tage waren herausfordernd - auch für meinen Mann. Jede Frau, die sich von ihrem Mann schon mal die Haare waschen lassen durfte, wird wissen was ich meine :-). Ich brauchte bei so ziemlich allem Hilfe. Man glaubt ja gar nicht wofür man seinen linken Arm so alles braucht. Nach Hilfe fragen und auch annehmen, gehört(e) allerdings nicht gerade zu meinen Stärken und so war ich echt schnell genervt von mir selbst. Mein Mann kennt mich ja schon ein Weilchen und ist da glücklicherweise sehr geduldig mit mir. Auch meine Mama war super und kam extra für ein paar Tage vorbei und hat mir hier viel geholfen.

Wie schwer mir das gefallen ist, hatte ich auch hier in einem Post schon mal beschrieben. Es hat mich wirklich einiges an Überwindung gekostet, aber mittlerweile fällt es mir tatsächlich leichter nach Hilfe zu fragen und sie auch anzunehmen. Ich weiß, dass ich nicht alles allein machen muss und bin sehr dankbar für tolle Menschen in meinem Leben, die immer für mich da sind.


Zumindest für diese Erkenntnis war der kaputte Arm gut. Allerdings musste ich auch sehr geduldig sein, denn die Zeit zog sich wie ein Kaugummi bis der Gips runter durfte und ich endlich mit Physio anfangen konnte. Nachdem der Gips ab war, hatte ich das Gefühl der Arm gehört gar nicht zu mir. Es ging einfach nichts mehr und ich durfte ihn auch weitere 6 Wochen nicht belasten. Dann ging es auch nur sehr langsam bergauf, aber immerhin. Mittlerweile kann ich wieder Radfahren, kleinere Yoga Einheiten klappen auch schon wieder und ich hoffe, dass es im nächsten Jahr noch besser wird.


 

Der erste Familienurlaub - Tirol


Mein Papa ist im Januar 70! geworden und er hat sich gewünscht, dass wir alle gemeinsam eine Woche nach Tirol fahren. Ende August war es dann soweit...und ich will ehrlich sein, ich war mir nicht sicher, ob es gut wird oder nicht. Ich habe mich darauf gefreut, aber wir waren noch nie zusammen im Urlaub und ich habe meine Stiefgeschwister und deren Familien auch da letzte Mal vor 6 Jahren gesehen. Keine Ahnung was mich erwarten würde. Ich bin auch nicht so gut darin so viele Tage mit vielen Menschen zu verbringen...ich brauche normalerweise auch Zeit für mich, tue mich aber auch oft schwer damit das zu kommunizieren. Prima Kombi, oder?


Aber es war wirklich schön. Wir hatten eine tolle Woche, haben viel zusammen gelacht, uns ausgetauscht, waren wandern....zusammen und auch jeder für sich. So hatte ich mir das gewünscht und ich glaube mein Papa war auch sehr happy.


Es gab trotzdem ein paar Situationen in denen ich gemerkt habe, dass ich plötzlich wieder in einer alten Rolle gefangen war. Ich habe mich furchtbar aufgeregt und war sauer bis ich gemerkt habe, dass das mein inneres Kind war, was gesehen werden wollte. Ich kannte diese Situationen sehr gut, aber das war das erste Mal, dass ich mir dessen so bewusst geworden bin - im Moment. Ich habe mir an diesem Tag Zeit genommen für eine Meditation und habe das alles gehen lassen. Ich habe Frieden damit gemacht und angenommen, dass ich bestimmte Dinge und vor allem Menschen nicht ändern kann und dass das meistens gar nichts mit mir zu tun hat. Das hat sich wirklich gut angefühlt. Und ich war wirklich dankbar, dass das in diesem Urlaub nochmal so deutlich wurde, weil es einfach an der Zeit war damit abzuschließen.


 

Jonesy & seine Reise zu den Sternen


Das war/ ist wohl das schwerste Kapitel in diesem Jahr und ich glaube auch eines der schwersten in meinem Leben bisher. Jonesy war fast 12 Jahre bei uns und die Liebe unseres Lebens. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie viel er uns bedeutet und gegeben hat.


Es ging ihm im Sommer schon nicht mehr so gut. Er hatte drei Schlaganfälle in einem relativ kurzen Zeitraum und wir haben uns versucht darauf vorzubereiten, dass der Moment des Abschieds wahrscheinlich nicht mehr so weit entfernt ist, wie wir uns wünschen. Und trotzdem hatte ich die Hoffnung, dass es noch dauern würde, weil er sich auch gut erholt hatte. Und dann ging es einfach so schnell. Morgens ging es ihm noch (scheinbar) gut und dann wurde es von Stunde zu Stunde schlimmer. Beim Tierarzt haben wir dann erfahren, dass seine Lunge voll mit Wasser ist und es sein kleines Herz nicht mehr schafft. Das hat unsere Herzen gebrochen...ihn so zu sehen und zu wissen, dass es ihm so schlecht geht...unerträglich. Und dann sagte die Tierärztin, dass es jetzt wahrscheinlich Zeit ist loszulassen. Diese Minuten waren einfach nur schrecklich und ich dachte mein Herz zerspringt. Diese Entscheidung zu treffen, war wohl das Schwerste was ich jemals getan habe. Als wir zum Tierarzt gefahren sind, haben wir niemals damit gerechnet, dass wir ohne Jonesy wieder nach Hause fahren würden.


Nach Hause zu kommen ohne ihn war schrecklich. Wir waren hier nie ohne Jonesy. Überall sind seine Kissen verteilt und sein Spielzeug lag noch rum. Es war unvorstellbar, dass er einfach nicht mehr da sein würde. Unsere Welt stand einfach still. Ich habe tagelang nur geweint. Nichts hat mehr Sinn gemacht. Es hat sich angefühlt als würde mir jemand das Herz rausreißen. Alles was wir von da an gemacht haben, mussten wir das erste Mal ohne Jonesy machen... und das tat unendlich weh. Es gab Momente in denen ich kurz vergessen hatte, dass er nicht mehr da ist... und dann stand ich im Flur und er kam einfach nicht und ich bin in Tränen ausgebrochen. Ich habe vor allem in den letzten 3 Jahren fast jede Minute mit ihm verbracht, weil ich ja auch zu Hause gearbeitet habe und jetzt war er einfach nicht mehr da. Ich habe mich unfassbar alleine gefühlt.


Ich vermisse ihn immer noch schrecklich. Jeden Tag. Sein Schnarchen fehlt mir. Ich vermisse wie er mir beim Essen immer auf den Arm getippt hat, so dass ich ihn auch ja nicht vergesse. Ich vermisse wie er mir sogar aufs Klo hinterher gelaufen ist, um zu schauen was ich mache. Es fehlt mir, dass er mir die Walnüsse aus dem Garten bringt, natürlich nur im Austausch gegen ein Leckerli oder wie er die Eichhörnchen angebellt hat. Ich vermisse es einfach nur zu beobachten wie er hier im Wohnzimmer in der Sonne liegt und die Wärme genießt. Einfach alles fehlt mir. Aber ich erinnere mich auch gern an alles, an jeden Moment mit ihm - vom 1,2 kg schweren Fellknäuel, das wir am 31.12.2010 abgeholt haben bis zu dem 12 kg schweren wundervollen Fellknäuel, das am 19.09.2022 auf seine Reise zu den Sternen gegangen ist.


Wir haben noch viele Tage an denen wir weinen, aber auch viele Tage an denen wir lachen, weil uns eine lustige Geschichte mit ihm einfällt. Und wir sind unfassbar dankbar, dass er uns gefunden hat, wir so viel Zeit mit ihm verbringen durften und er uns so oft zum Lachen gebracht hat. Wir hätten uns keinen besseren Weggefährten wünschen können.


Jonesy, unser Hund liegt auf einem Tisch
Die Liebe unseres Lebens

 

Ganz viel Traurigkeit und sonst nichts...


Jonesy's Tod hat eine Leere in mir ausgelöst und eine unfassbare Traurigkeit. Irgendwann habe ich dann immer öfter den Satz gehört: "Du musst dich ablenken" oder "Ablenkung ist die beste Medizin". Und auch ich selbst hatte immer wieder den Gedanken, dass ich mich zusammenreißen und weitermachen muss. Aber das wollte ich nicht mehr. Und ich konnte das auch nicht. Mir ist immer bewusster geworden, dass ich mich so viele Jahre immer nur abgelenkt habe. Ich habe nie getrauert, wenn ich etwas verloren habe oder etwas trauriges passiert ist. Und jetzt fühlte es sich an als würde alles hochkommen, worüber ich nie traurig war. Diese Traurigkeit hat mich irgendwie überrollt.


Ich mit geschwollenen Augen vom Weinen.
Meine Augen waren einfach nur noch geschwollen vom Weinen.

Das hat mich die erste Zeit total überfordert und war auch sehr anstrengend. Ich habe mich manchmal gefragt wie viele Tränen man so weinen kann bis nichts mehr kommt?! Scheint ne Menge zu sein ;-). Meine Augen waren morgens so geschwollen, dass ich in der Zeit von Video- auf Telefonkonferenzen umgestellt habe. Aber irgendwie wusste ich, dass ich da jetzt durch muss und darf. Es war/ ist einfach an der Zeit gewesen, das alles mal da sein und auch wieder gehen zu lassen. Also habe ich manchmal einfach nur auf dem Sofa gesessen und geweint bis es wieder vorbei war. Immer und immer wieder. Das war quasi meine Meditation während dieser Zeit. Ich war einfach im Moment - nur ich und meine Gefühle. Und da ist mir auch klar geworden, dass ich vorher nicht meditiert habe für den aktuellen Moment, sondern genau für solche Situationen. Meditieren hat mir geholfen präsenter zu sein und mich nicht mit meinem Gedanken und Gefühlen zu identifizieren. Das macht es mir leichter Situationen anzunehmen und auch da sein zu lassen.


Ich hatte auch absolut keine Routinen während dieser Zeit. Das hat sich alles nicht stimmig angefühlt. Aber ich war mir sicher, dass der Moment kommen würde in dem ich mich wieder hinsetze und meditiere. Und so war es dann auch...und mittlerweile fühlt sich Meditation auch ganz anders an - viel intensiver als vorher. Ich finde viel mehr in die Stille und das tut mir unfassbar gut.


Es fühlt sich oft noch ungewohnt für mich an, die Traurigkeit einfach da sein zu lassen. Vor allem, wenn mir andere Menschen berührende Sachen erzählen, muss ich schnell weinen. Das fühlt sich sehr seltsam an. Aber ich werde mich schon noch daran gewöhnen. Man wächst ja schließlich an seinen Herausforderungen ;-).

Diese Wochen haben mir nochmal deutlich gemacht, wie wichtig es ist sich mit seinen Emotionen auseinanderzusetzen. Alles was wir verdrängen, kommt früher oder später wieder ans Tageslicht und im schlimmsten Fall in Form von Krankheiten. (Aber hier würden wir jetzt in den Ayurveda abschweifen ;-)).


Nur was ich annehme, kann ich verändern.“

Carl Gustav Jung


 

Gran Canaria und (k)ein erstes Retreat


Ende November sollte eigentlich das "Be-Mindful" Retreat stattfinden. Das wollte ich gern mit Freunden auf Gran Canaria machen. So war der Plan im Sommer. Dann ist Jonesy gestorben und ich hatte keine Energie mehr dafür. Es hat sich nicht mehr gut angefühlt, aber irgendwie wollte ich auch nicht absagen und es ging ja schließlich nicht nur um mich. Also habe ich doch noch ein bisschen mit geplant, ein paar Posts und Stories geschrieben, aber so richtig dabei war ich nicht. Und es lief auch mit den Anmeldungen nicht so gut. Es war alles nicht so rund. Nach einigen Wochen haben wir dann entschieden, dass das Retreat nicht wie geplant stattfindet und ich war irgendwie erleichtert. Der Surfkurs würde ohnehin stattfinden, meine Freundin würde ihre Yogastunden anbieten und ich war außen vor und konnte zwei/ drei Meditationen anleiten...klang gut und machbar für mich. Den Raum für ein Retreat zu halten, hat sich zu diesem Zeitpunkt einfach nicht gut angefühlt.


Da ich ja nun nicht "Vollzeit" beim Retreat dabei war, konnte ich ja ein bisschen Urlaub machen und den konnte ich auch dringend gebrauchen. Daher sind mein Mann und unser Freund auch mitgeflogen. Die beiden wollten zusammen Rennrad fahren, ich konnte in der Zeit Surfen gehen, Yoga machen und endlich ein bisschen runterkommen. So der Plan...


Auf einer Mauer wurde der Satz "Live is a big wave" aufgesprüht.
Dieses Satz auf der Mauer vor unserem Apartment ist mir erst am letzten Tag aufgefallen.

Dann saß ich im Flugzeug und habe nur geweint. Ich war total überfordert und wäre eigentlich gern zu Hause geblieben, mit der Decke auf dem Sofa und wollte nur schlafen. Ich war einfach müde und erschöpft. Allerdings habe ich mich auch auf unsere Freunde gefreut und Zeit mit ihnen zu verbringen und ein wenig Sonne zu tanken. Aber das Gefühl ging einfach nicht weg. Ich habe die ersten Tage versucht abzuschalten, aber ich war einfach so schlecht gelaunt, alles war mir zu viel, ich habe mich super gestresst gefühlt und kam einfach nicht zu Ruhe. Ich konnte das nicht genießen und ich wollte eigentlich auch nicht mit jemandem reden. Aber da war ich ja nun mal und konnte ja nicht einfach wieder nach Hause fliegen. Und je mehr ich versucht habe, dass das funktioniert, umso schlechter habe ich mich gefühlt. Vor allem auch, weil ich einfach keine Energie hatte die Zeit mit unseren Freunden zu genießen.


Irgendwann konnte ich mich selbst nicht mehr ertragen und hab mir endlich einen Nachmittag nur für mich gegönnt. Ich habe 3 Stunden einfach nur am Meer gesessen und habe die Wellen beobachtet. Nicht mehr, nicht weniger. Ich habe das so dringend gebraucht. Nur ich, Stille, das Rauschen des Meeres und zack, in mir wurde es auch viel ruhiger. Ich habe mir in diesem Moment vorgenommen, dass ich in Zukunft meine Grenzen respektieren werden. Ich werde mir Zeit für mich nehmen, wenn ich es brauche und nicht erst, wenn ich schon schlechte Laune habe. Ich werde auf mein Bauchgefühl hören und meine Bedürfnisse auch kommunizieren. Keine falsche Rücksicht mehr, weil das immer auf meine Kosten geht und das möchte ich nicht mehr.


Nachdem ich die Zeit für mich hatte, ging's mir schon besser und ich konnte die Zeit auch ein bisschen mehr genießen. Gran Canaria war vielleicht nicht der Urlaub, den ich mir gewünscht hatte, aber definitiv was ich gebraucht habe. Lesson learned!




 

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...


Beim Schreiben und Reflektieren meines Jahres ist mir aufgefallen, dass ich dieses Jahr tatsächlich viele neue Dinge ausprobiert habe - ok, es war nicht immer ganz freiwillig, aber das erste Mal ;-). Und ich muss sagen, dass ich mit jedem ersten Mal wirklich viel gelernt habe über mich selbst und das Leben.


- Ich habe mir das erste Mal im Leben etwas gebrochen - Lektion gelernt und ist oben in einem ganzen Kapitel festgehalten :-)


- Ich habe das erste Mal eine Yogastunde gegeben während der Ausbildung - eine der besten Erfahrungen dieses Jahr und auch in einem eigenen Kapitel zusammengefasst.


- Ich habe das erste Mal einen Gastartikel geschrieben für einen Blog zum Thema "Yoga für Anfänger". Den Artikel findet ihr hier bei Fitminex.

Ein Bildausschnitt von meinem erst Gastbeitrag auf dem Blog von Fitminex.
Mein erster Gastartikel zu Yoga ist bei Fitminex erschienen.

- Im August habe ich das erste Mal eine Medizinwanderung gemacht, begleitet von Veronika Schindelar. Eine so wundervolle Erfahrung, die ich jedem nur ans Herz legen kann. Ich habe Veronika über den New Earth Leader Club von Elina Miller kennengelernt und war sofort begeistert als sie das erste Mal davon erzählt hat. Das musste ich ich versuchen und es hat sich total gelohnt und freue mich sehr, dass ich Veronika kennenlernen durfte.



- Während der Yogalehrerausbildung habe ich Diana kennengelernt und ich wusste einfach, dass ich bei ihr noch ein Human Design Reading machen wollte. Und es hat sich mehr als gelohnt. Diana macht das so wundervoll und mit so viel Liebe und Humor. Ich habe wirklich viel über mich gelernt und auch nochmal so viel Klarheit erlangt. Eine absolute Herzensempfehlung, wenn du dich gern besser kennenlernen möchtest.


Human Design Chart 5/1
Mein Human Design Chart - MG 5/1

- Noch ein Reading, aber trotzdem ganz anders war das Face Reading bei Lara. Super interessant was uns so alles ins Gesicht geschrieben steht. Lara macht das auch ganz wundervoll und ich kanns dir auch nur wärmstens empfehlen, wenn du Lust hast noch verborgende Talente zu entdecken.


- Im September fand das erste Ayurveda Festival statt und es war großartig! Ich hatte so ein tolles Wochenende. Die Location, das Essen, die Workshops, wundervolle Musik....Hammer! Ich konnte auch ganz wundervolle Menschen wieder treffen und neue kennenlernen....absoluter Bliss! Wenn du Lust hast, dann schau hier mal vorbei und erlebe es nächstes Jahr selbst live!



- Eine kurze, aber echt coole Erfahrung durfte ich dieses bei meinen ersten Surfstunden machen. Eigentlich sollten es 3 Tage werden, waren dann aber nur 2, weil mein Handgelenk noch nicht so fit war wie ich dachte, aber egal...die beiden Tage waren toll und anstrengend. Aber ich habe so viele Botschaften in den wenigen Stunden für mich mitgenommen....es war der Hammer. Ich hoffe, dass mein Arm im nächsten Sommer wieder fitter ist und dann werde ich es nochmal versuchen.


- Ich war wohl ein bisschen euphorisch und hatte mir noch einen Anfängerkurs Boxen gebucht. Das wollte ich schon immer mal probieren. Ich war auch eine Stunde da und es hat richtig Spaß gemacht und echt viel Konzentration und Koordination erfordert...was tatsächlich herausfordernd war. Und ich fand es sehr spannend festzustellen, dass Boxen nicht funktioniert, wenn du nicht den vollen Fokus hältst und ganz bei der Sache bist...wie eine Meditation. Großartig. Da aber meine Hand, wie gesagt beim Surfen etwas strapaziert wurde, habe ich das Boxen dann erstmal gelassen und dachte es ist besser auch das im nächsten Jahr nochmal aufzugreifen.